AUFKLÄREN STATT EINSPERREN

Willkommen in der Willkür!

Der Konsum von Drogen und Rauschmitteln hat eine tiefe Verwurzlung in der Menschheitsgeschichte. Unabhängig von Ort und Epoche pflegten Menschen seit jeher den Genuss verschiedener Substanzen. Die aktuelle bayerische Drogenpolitik hingegen ist höchst willkürlich, jegliche wissenschaftliche Erkenntnisse werden ignoriert. Legale Drogen – wie Alkohol und Tabak – werden verharmlost und zum Teil als landeseigene Kulturgüter gefeiert. Andere, zurzeit illegalisierte Substanzen, werden unabhängig vom tatsächlichen Gefahrenpotential kriminalisiert und Konsument*innen polizeilich verfolgt.

Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert!

Nirgendwo in Deutschland ist die Repression gegenüber Konsument*innen so ausgeprägt wie im law-and-order-Staat Bayern. Selbst geringste Mengen an Rauschmitteln werden mit aller Härte gerichtlich verfolgt, Drogenkonsumräume, die Abhängigen in Not helfen könnten, sind kaum vorhanden und Substitutionsprogramme mussten erst vor europäischen Gerichten hart erkämpft werden. Die „Null Toleranz“ – Politik hat jedoch verheerende Folgen: Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Drogentote wie in Bayern, Tendenz seit Jahren steigend. Die Zahlen zeigen: Der von der CSU propagierte Krieg gegen die Drogen ist gescheitert und schadet Konsument*innen, Suchtkranken und der Gesellschaft gleichermaßen.

Pragmatisch, praktisch, gut!

Unser Ziel ist es, mit einer pragmatischen und auf objektiven wissenschaftlichen Daten basierenden Suchtpolitik sowohl Schaden von der Gesellschaft abzuwenden als auch das Recht jedes Menschen auf freie Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu wahren. Wir wollen Aufklärung fördern, denn: Grundsätzlich ist jeder unabhängig informierte Mensch in der Lage, eine Risikoabwägung zu treffen und zu entscheiden, welche Substanzen er seinem Körper zuführen möchte. Eine willkürliche Unterscheidung in „weiche“ und „harte“ Drogen lehnen wir ab.

Für ein Recht auf Rausch!

Wir sind der Ansicht, dass eine drogenfreie Gesellschaft nicht realisierbar, aber auch nicht wünschenswert ist. Wir fordern ein Recht auf Rausch und eine legale Abgabe aller psychoaktiven Substanzen unter den Gesichtspunkten des Jugendschutzes und der Qualitätsprüfung. Die Prohibitionspolitik führt vielmehr dazu, dass Rauschmittel mit giftigen Stoffen gestreckt werden und die  Todeszahlen in die Höhe schnellen. Der Handel mit Drogen sollte in die Hand des Staates statt in die von Kriminellen. Statt Steuergelder für die vergebliche Jagd auf Konsument*innen zu verschwenden, wollen wir jene, die Rauschmittel nutzen, umfassend vor Gesundheitsrisiken schützen. Das Wissen um Wirken und Risiken ist die Grundlage risikoarmen Drogengebrauchs. Daher setzen wir uns dafür ein, dass Drug-Checking-Initiativen sowohl von staatlicher als auch von zivilgesellschaftlicher Seite ermöglicht werden.

Unsere Forderungen:

  • Umfassende, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Aufklärung über Wirkung und Gefahren psychoaktiver Substanzen sowie voll ausfinanzierte Suchtprävention
  • Ein Ende des „War on Drugs“ und die staatlich kontrollierte Abgabe von geprüften und zertifizierten Substanzen an volljährige Menschen
  • Steuereinnahmen durch den Verkauf von Rauschmitteln müssen zu 100% in Aufklärung und Suchthilfe fließen.
  • Drug-Checking muss anonym und ohne eventuelle strafrechtliche Konsequenz möglich sein. Als Drug-Checking-Standorte müssen von staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Seite sowohl feste als auch temporäre Stationen (wie z.B. auf Festivals) eingerichtet werden.
  • Suchtkranken müssen umfassende medizinische Hilfe, sichere Konsumräume und geeignete Therapien sowie Substitutionsangebote ermöglicht werden.
  • Die Legalisierung von Cannabisanbau zum Eigenbedarf in genossenschaftlich organisierten Social Clubs
  • Die Nutzung bisher illegalisierter Substanzen muss für medizinische und therapeutische Zwecke möglich sein.

Unser Flyer zum Thema:  klick